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Neue Gleichenberger Bahn
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Steiermark Bahn (StB)

„Tourismusbahn-Konzept Gleichenberger Bahn“ ist nicht zukunftsorientiert!

11. September 2022, 19:17 Uhr von Richard Fuchs

Das Regionalmanagement hat in einer Sitzung 9.9.22 mit handverlesenen Teilnehmern versucht, die Zerstörung der Gleichenberger Bahn, mit einer kruden Rechtfertigung, schönzureden. Die Südoststeiermark ist dzt. dabei ihre Zukunft zu verbauen!

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Das selbstgefällige Tourismus-Spezialkommando der Gleichenberger Bahn klopft sich in einer Klausursitzung 9.9.2022 selbst jovial auf die Schultern

In einer eigenartigen Sitzung mit handverlesenen genehmen Teilnehmern trafen sich am 9. September 2022 die Gegner der Gleichenberger Bahn, um in einer Art Gedankenblase, sich selbst einzureden, dass ihre Art der Zerstörung der Gleichenberger Bahn, doch eine krude Rechtfertigung erhält. Die sattsam bekannten Politiker in der Südoststeiermark, die die Gleichenberger Bahn lieber heute wie morgen verschwinden lassen wollen, haben sich zusammen mit zwei pubertierenden „Pufferküssern“, in einem Verschwörungs-Zirkel getroffen, um ihren Zerstörungswahn schönzureden.

So oder ähnlich könnte ein Triebwagen auf der modernisierten Gleichenberger Bahn unterwegs sein.

Zwei Eisenbahn-Fanatiker lieferten der Politik ein Alibi-Konzept zum Herunterfahren der Gleichenberger Bahn. In einer Art Gedächtnisprotokoll haben einige Teilnehmer über den Hergang der Sitzung telefonisch dem Verein „Neue Gleichenberger Bahn“ berichtet. Es könnte allerdings auch sein, dass im Verschwörungs-Zirkel fast nur Leute saßen, die vom System Eisenbahn nicht den geringsten Tau haben.

Was der Verein „Neue Gleichenberger Bahn“ bereits bei der Vereinsgründung vor einem Jahr be-fürchtet hat, ist nun eingetreten. Es wurde befürchtet, dass NICHTS PASSIERT! Genau das ist tatsächlich PASSIERT!

Die Idee eine obskure „Tourismusbahn“ als Freibrief fürs Nichtstun zu begreifen, musste scheitern und das ist nach einem Jahr ziemlich exakt eingetreten. Solange die Gleichenberger Bahn nicht als „vollwertige Eisenbahn“ verstanden und von pubertierenden Pufferküssern als „Modelleisenbahn im Maßstab 1:1“ betrachtet wird, solange ist das Projekt „Neue Gleichenberger Bahn“ zum Scheitern verurteilt, was die Politikerriege in der Südoststeiermark offensichtlich anzustreben scheint.

überparteilicher Protest-Sonderzug 29.8.2021 "Ja zur Gleichenberger Bahn" Feldbach Protest-Sonderzug ET2 am Eisenbahnübergang Oedterstraße.

Die angebliche „Tourismusbahn Gleichenberger Bahn“

Die Website www.vulkanland.at, die offensichtlich etwas mit dem „Regionalmanagement Südoststeiermark“ zu tun haben dürfte, hat außer in einem ziemlich lieblosen Text über einen „Dschungel-Express“ und einem lapidaren Hinweis „Dafür steht ein vielfältiges Programm zur Verfügung“ ohne ein „Programm“ zu verlinken, eingestellt.

Lediglich der Link zur Steiermarkbahn ist zu finden. Über Aktivitäten auf der Gleichenberger Bahn ist gar nichts zu finden. Über eine Bewerbung von Veranstaltungen auf der Gleichenberger Bahn ist durch den „Tourismusverband Südoststeiermark“ bzw. „Regionalmanagement Südoststeiermark“ nicht der geringste Hinweis zu finden. Dieses ominöse „Regionalmanagement Südoststeiermark“, als angeblicher „Veranstalter“ der Gleichenberger Bahn, lässt nicht den geringsten Hinweis auf eine „Tourismusbahn Gleichenberger Bahn“ erkennen. Dasselbe gilt auf der Website www.tourismus-verbaende.at unter „Veranstaltungen in der Region Feldbach“.

Wer dort nachschaut findet definitiv NICHTS!

Ein Vertreter des „Tourismusverbandes Südoststeiermark“ berichtete von einer Website, vermutlich „Thermen- &Vulkanland Steiermark“, auf der zwar neben Fahrplan und Fahrpreisen, der kindische „Dschungel-Express“ zu finden ist, aber, neben ein paar Links, auf kein Reisebüro „Tourismusbahn Gleichenberger Bahn“ hingewiesen wird. Glaubt man der Website, könnte man meinen, auf der Bahn gäbe es Regelverkehr. Besonders dubios ist eine Kontakt-Adresse „Gleichenberger Bahn – Dschungelexpress Peter-Rosegger-Straße 25 8330 Feldbach Tel (0043) 03152 2235-0“. Erstens gibt es kein Eisenbahnverkehrsunternehmen „Gleichenberger Bahn – Dschungelexpress“ und zweitens gehört die Adresse der „Steiermarkbahn und Bus GmbH Standort Feldbach“! Das schaut nach einem grenzwertigen Etikettenschwindel aus, weil hier die handelnden Personen verschleiert werden. Sehr wahrscheinlich ist, dass die Direktion der Steiermarkbahn nichts davon weiß! Warum distanziert sich die Steiermarkbahn von diesem „touristischen Treiben“, weil sie ja den tatsächlichen Urheber der Kontaktadresse nennen könnte. Vermutlich hat das undefinierbare rechtliche Gründe! Interessant dabei ist, dass die „autonome Schulterklopfer-Partie“ der Steiermarkbahn die touristische Kompetenz abspricht.

Betriebswerk der Gleichenbergerbahn bei der Peter-Roseggerstraße 25 8330 Feldbach ist die "Steiermarkbahn Standort Feldbach" beheimatet und nicht eine dubiose "Gleichenberger Bahn – Dschungelexpress"!

Für den interessierten Besucher der Gleichenberger Bahn ist also nicht ersichtlich, wer für die „Tourismusbahn Gleichenberger Bahn“ verantwortlich ist. Da es rechtlich keine „Tourismusbahn“ gibt, können nur der Eisenbahn-Infrastruktur-Betreiber „Steiermärkische Landesbahnen“ und das Eisenbahn-Verkehrs-Unternehmen „Steiermarkbahn und Bus Gmbh“ die Bahn nach dem Gesetz „Eisenbahnverordnung 2003“ betreiben. Warum dann nicht gleich ein professioneller Regelverkehr durchgeführt wird, versteht kein logisch denkender Mensch! Auch wenn die LAbg. Schweiner das vom „Regelverkehr nicht mehr hören kann“, wird der „Regelverkehr“ das Thema Nummer 1 in der Zukunft bleiben, entweder bis 2025 oder nur bis zum nächsten Hochwasser!

Nur eine moderne Gleichenberger Bahn hat Zukunft!

Sonderfahrt mit speziellen Eisenbahn-Freunden Fotostandpunkt mit Marterl

Angeblich ist im Wochenende-Torso-Fahrplan kein Tag vergangen, in dem weniger als 100 Fahrgäste auf der Gleichenberger Bahn gezählt wurden (siehe Diagramm unten). Das muss wohl Gründe gehabt haben. Nun hat sich in der riesigen Community der Eisenbahnfreunde europaweit herumgesprochen, dass die Gleichenberger Bahn zum Auslaufmodell degradiert werden soll. Somit ist es nicht verwunderlich, wenn scharenweise aus ganz Europa Eisenbahnfreunde ihre „persönliche Abschiedsfahrt“ machen wollen.

Fahrgastzahlen, Wochenend-Verkehre, Gleichenberger Bahn, 2021-2022,

Mangels kompetenter offizieller Werbung für die Gleichenberger Bahn, geht der gelernte Eisenbahnfan gleich zum Schmied StLB und nicht zum Schmiedl “Tourismusbahn“. Viele Anfragen an die Website www.gleichenbergerbahn.at, die einzige mit Bezug auf die Bahn, wurden an die Steiermarkbahn direkt weitergeleitet.

Ein ganz besonders fragwürdiges Beispiel ist die Anfrage einer Lehrerin von der Volksschule Gnas bezüglich eines Sonderzuges auf der Gleichenberger Bahn, die in der Region im Kreis geschickt wurde. Sie meldete sich über die Website www.gleichenbergerbahn.at und wir konnten das, sogar persönlich bei einem Gespräch bei der Steiermarkbahn-Direktion in Graz, an die kompetente Stelle, nämlich Steiermarkbahn, erfolgreich weiterleiten. Es ist ein bedenkliches Zeichen, wenn in der „Tourismusbahn-Klausur“ am 9.9.2022, die Sonderfahrten der Volksschule Gnas als Erfolg der „Tourismusbahn“ verkauft werden. Das Regionalmanagement hat mit der Sonderfahrt der Volksschule Gnas überhaupt nichts zu tun! Wenn das Regionalmanagement schon selbst nichts auf die Reihe kriegt, muss es sich offensichtlich mit fremden Federn schmücken.

Offensichtlich läuft die Bewerbung der sog. „Tourismusbahn“ weitgehend über die Websites https://www.fahrgast-steiermark.at/start-des-wochenendverkehrs-auf-der-gleichenberger-bahn-am-samstag-14-5-2022/, www.in-motion.me

Feldbach Protest-Sonderzug

...oder die einzige, die die Gleichenberger Bahn im Namen trägt, www.gleichenbergerbahn.at!

Seit ziemlich exakt einem Jahr gab es auf der Webseite Gleichenberger Bahn und zusätzlich die Beiträge über die „Neue Gleichenberger Bahn“ in der Insider-Online-Informations-Plattform in-motion.me

Zugriffe auf den Websites Gleichenberger Bahn 966.077 User

966.077 Zugriffe, also fast eine Million User!

Der „Regelverkehr“ als Feindbild

Den „Regelverkehr“ scheut die „geheime Tourismusbahn-Blase“ wie der Teufel das Weihwasser. Die Aussage von LAbg, Fartek in der Klausur spricht da Bände:

„… da müss‘ ma schon bei der Realität bleiben. Wenn sie Zukunft hat, dann wird das in diesem Bereich Tourismus und Erlebnis sein. Der Regelverkehr ist … einfach nicht machbar und auch nicht denkbar, was mit der Kostensituation … nicht zusammenpaßt … auch nicht mit dem öffentlichen Verkehr, wie er in der Region gehandhabt wird …“

Mit dieser Aussage, die sich natürlich ins Gedächtnis gebrannt hat, sollte es wohl endgültig klar sein, dass es das Ziel der Politik ist, die Gleichenberger Bahn mit dem Instrumentarium „Tourismusbahn“, die es gar nicht gibt und auch nicht wirklich beworben wird, letztendlich ihrem gewollten Ende zuzuführen. Das zeigt die Fartek-Aussage

„Wenn die Bahn nicht angenommen wird, müssen wir neu darüber nachdenken…“

unmißverständlich auf!

Ergänzend dazu erklärte eine Dame in der Schulterklopfer-Blase:

“Bezüglich dieser Nostalgiebahn, die es seit fast 100 Jahren gibt, muss man den touristischen Teil und die Investitionen bzgl. Infrastruktur trennen.“

Es sollte müßig sein, darauf hinzuweisen, dass die Bahn bereits vor 92 Jahren ihrer Zeit voraus war und bis heute eine umweltfreundliche, weil abgasfreie elektrische Nahverkehrsbahn ist, die nur von rückständigen Politikern als „Dschungel-Express“ diskreditiert wurde.

StLB Feldbach - Bad Gleichenberg ET1

Vermutlich war und ist genau dieses Lächerlichmachen als „Dschungel-Express“ der Grund dafür, dass für die Gleichenberger Bahn niemals neue moderne Nahverkehrstriebwagen beschafft wurden, wie das auf allen anderen Bahnen der Steiermärkischen Landesbahnen und der GKB und eigentlich auf fast allen Bahnen in Österreich, geschehen ist.

Nur den Versäumnissen, Überforderungen und Unfähigkeiten der Politiker in der Südoststeiermark ist es geschuldet, dass die Gleichenbergerbahn als „Nostalgiebahn“ dasteht, die jetzt noch als „Tourismusbahn“ sukzessive ruiniert werden soll. Was passiert 2025 und wahrscheinlich vorher beim nächsten Hochwasser? Man kann es erahnen!

Am 29.08.2021 fand auf der Gleichenberger Bahn eine Protest-Sonderfahrt statt, weit über 500 Personen hatten sich angemeldet, nur 240 konnten aus Kapazitätsgründen mitfahren.

Die Region Südoststeiermark ist zu Zeiten des Klimawandels dabei ihre eigene Zukunft zu verbauen!

Collage mit der Visualisierung eines VDV-TramTrain in der Lackierung der Gleichenberger Bahn als Vision für die Zukunft unter Hinweis auf die Klimafreundlichkeit der Gleichenberger Bahn

Die Zukunft der Region liegt in der Zukunft der Gleichenberger Bahn